LC-Display DEM16216 u.ä.

Anschlussplan LCD DEM16216

Die meisten Fehler schleichen sich bei Routinearbeiten ein, Arbeiten bei denen man nicht mehr darüber nachdenkt, weil man sie vielleicht bereits einige Dutzend Mal getan hat.

Dieser Schaltplan hilft Fehler beim Anschluss des LC-Displays DEM16216 zu vermeiden. Wer sich beim Schaltungsaufbau daran hält, muss sich zumindest um diese Komponente seiner Schaltung nicht mehr kümmern. Der Trick ist alle Komponenten oder Teilbereiche immer in kleine Einheiten zu Kapseln und standardisiert aufzubauen. Die Industrie und professionell produzierende Kleinbetriebe machen das immer nach diesem Prinzip. Das ist leicht daran zu erkennen, das Folgeentwicklungen oft eine hohe Ähnlichkeit zu ihren Vorgängern haben.

Dieser Anschlussplan ist natürlich nur für Aufbauten auf dem Steckbrett oder der Lochrasterplatine sinnvoll.
Ein Klick auf den größten Teil der Bilder lädt da wo es Sinn hat eine höher auflösende Variante nach und öffnet selbige in einem neuen Fenster.

Die Benutzung dieser Schaltpläne geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko.

Sehen wir uns das Display an:

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Ein Standard LC-Display mit 2 Zeilen zu 16 Zeichen.

Der Unterschied zu den älteren üblichen Hitachi kompatiblen Displays ist lediglich, das die Anschlusspins oberhalb der Anzeige sitzen.  Die älteren, oft von Philips, haben die Anschlüsse unten rechts. Für die Philips Displays gibt es weiter unten ebenfalls einen Vorschlag diese fehlerfrei anzuschließen.

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Und hier die Rückseite des Displays. Die vielen Widerstände dienen der Strombegrenzung der LED Hintergrundbeleuchtung. In diesem
Anschlussplan benutzen wir die Möglichkeit der unterschiedlichen
Ansteuerung nicht, der Plan sieht eine Ansteuerung über die
Pins 15 und 16 des Displays vor. Das ist auch die Standardvorgabe.

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Hier folgt jetzt der eigentliche Anschlussplan:

In der Zeichnung ist das Display mit seinen Umrissen und den Segmenten hellgrau angedeutet. Die Proportionen in der breite stimmen nicht, das Display ist zeichnerisch zu schmal. Das macht aber nichts, da uns hier nur die Anschlusspins interessieren.

Die Anschlusspins sind die oberen grünen Kreise. Alle Pins sind mit ihrer Funktion beschriftet.

Die Verdrahtung

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Es ist hilfreich diese Art von Display nicht direkt auf eine Platine zu löten. Das sollte immer über Steckkontakte oder ein Flachbandkabel gelöst werden. Experimente ergaben das auch Kabellängen von ca. 50 cm unkritisch sind.

Auf dem Foto sieht man die Standardbuchsen. Bei Reichelt und Conrad heißen die z.B. Buchsenleisten und das Gegenstück, was wir auch für das Display verwendet haben, Stiftleisten. Es soll nicht verschwiegen werden, das diese Stift- Buchsenkombination nicht sonderlich Preiswert ist. Conrad ruft dafür schon mal 4,00€ auf(nur für die Buchsenleiste). Bei Reichelt sind sie deutlich günstiger. Es kann aber sein, das die Conrad-Qualität höher ist -wir haben das nicht überprüft.

Für den Anschluss des Displays werden 9 Signale benötigt. 2 für die Betriebsspannung, 2 für die Signale E und RS,

4 Datenleitungen und  einmal die Displaybeleuchtung. Viel reduzieren kann man da nicht mehr. Die Betriebsspannung ist immer notwendig. Um die 6 Datenleitungen kommen wir auch nicht herum. Einzig bei der Displaybeleuchtung können wir den Draht sparen. Entweder man lässt ihn ganz weg, also Displaybeleuchtung aus oder wir geben der Beleuchtung direkt 5V, dann ist sie immer an. eine alternative wird im Schaltplan ja bereits durch den Widerstand R1 gezeigt. Auch wenn das Display ausgeschaltet ist fließen über R1 einige mA zur Hintergrundbeleuchtung, so das sie schwach leuchtet und alles gut zu lesen ist. Diesen Widerstand könnte man etwas verringern um das Display aufzuhellen.

Der Schaltplan besteht im wesentlichen aus dem Display bzw. die dafür angeratene Buchsenleiste, einen Trimmer um den Kontrast einzustellen, einen Transistor mit Basisvorwiderstand für die Displaybeleuchtung und einem Widerstand(R1) für die Displaybeleuchtung Vorspannung. R1 und Der Transistor mit R2 sind optional und werden für den Betrieb nicht benötigt, sind aber eine sinnvolle Ergänzung um das Display mit einem Mikrocontroller anzusteuern.

Die Bauteile sollten so wie im letzten Bild zu sehen auf der Platine Positioniert werden.

1. Alle Bauteile auf die Platine auflöten, das Bild gibt das Raster vor.
2. Die Masse verdrahten, alle blauen Leitungen verlegen.
3. Die 5V Drähte(rot) verlegen.
4. Alle Signalleitungen(gelb) an den Übergabepunkt der Platine verlegen.
5. Den Widerstand R1 von Masse an Pin 15 des Displays verdrahten.
6. Den Transistor mit Vorwiderstand verdrahten.
7. Die 5V Versorgungsspannung aufschalten und prüfen, dass sie nur an den vorgesehenen Punkten ankommt.
8. Das Massesignal ebenso testen, danach Versorgungsspannung wieder wegschalten.
9. Das Display einstecken und die Versorgungsspannung hinzu. Das Display sollte schwach leuchten.
10. Mit eine Brücke von +5V auf den Basisvorwiderstand R2 tippen, das Display sollte hell leuchten.

Fertig.

Die folgenden Bilder zeigen 2 Varianten der gleichen Platine. Einmal mit normalen Drahtbrücken und eine zweite bei der die Verdrahtung teilweise mittels Fädeltechnik realisiert wurde.

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Es ist sofort zu erkennen das die Platine mit Fädeltechnik(rechts) deutlich aufgeräumter aussieht als die mit den vielen Kabelbrücken. Wenn es denn mal gut läuft und funktioniert, ist der Verdrahtungsaufwand mit Fädeltechnik geringer und vor allem deutlich schneller. Aber wehe es läuft nicht so wie es sollte oder Drähte wurden falsch verlegt, dann ist der Vorteil dahin.

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Auf den ersten Blick ist erst mal kein Mehraufwand

bei der Fädeltechnik zu sehen.
Der Unterschied wird erst bei der Vergrößerung deutlich.

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Es gehört schon einiges an Vertrauen dazu sich auf die Fädeltechnik zu verlassen. Aber letztendlich funktioniert es recht gut.

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Tja, bei der Braterei mit dem Fädeldraht zieht das Lötzinn gerne mal Fäden. Die mit dem Pfeil gekennzeichnete Stelle zeigt eine kleine Lötnase die um Haaresbreite zu einem Kurzschluss führen könnte. Das Problem ist die lange Lötzeit damit die „Isolierung“ des Fädeldrahts schmilzt. In der Zeit ist das gesamte Flussmittel verbrannt und das Lötzinn „saugt“ sich nicht mehr ans Kupfer. Der Umgang mit Fädeldraht ist ein Handwerk für sich und sollte ausreichend geübt sein.

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Hier noch mal das fertige Platinchen mit dem aufgesetzten Display.

Da das Display fast die gesamte Platine bedeckt ist auch der Trimmer, der den Kontrast einstellt nicht mehr zu sehen. Auf der Unterseite der Platine ist direkt unter dem Trimmer ein kleines Loch gebohrt, welches den Zugriff mittels dünnen Schraubenzieher erlaubt.

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